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Die andere Partei
14. 12. 04
Migrantentöchter stehen auf Bildung und Karriere

Schriftzug eLeW ein Land eine Welt

"Viele Welten leben" ist die Sozialstudie über das Leben von Migrantentöchtern des Bundesfamilienministeriums mit Daten aus 2001 und 2002, vorgestellt von der Migrationsbeauftragten der Bundesregierung, Marieluise Beck.

Hierzu bei stern.de heute: (hier)
und in der Welt, Ausgabe von morgen, 15.12.04, heute schon online: (hier)
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Religion muss kein Integrationshemmnis sein.
- Türkinnen sehen ihre Zukunft in Deutschland, sind in ihrer Zukunftsplanung auf Deutschland hin orientiert.
- Mehr junge Frauen mit türkischem bzw. ex-jugoslawischen als mit italienischem oder gar griechischem Hintergrund wollten oder hätten die deutsche Staatsangehörigkeit.
- Zwangsehen finden keine Akzeptanz, sind ohnehin Randerscheinungen. Allerdings findet die arrangierte Ehe unter jungen Türkinnen mit elf Prozent immerhin die größte Zustimmung.
- Feste Größen sind Bildung und Familie. Von außerordentlicher Bedeutung für die jungen Frauen ist laut Studie die Bildung. Dabei klaffen allerdings Wunsch und Wirklichkeit weit auseinander. Die jungen Mädchen und Frauen legen Wert auf gute Schulnoten und -abschlüsse, obwohl in ihrem Milieu Bildung in der Regel keine Rolle spielt.
- Migrantinnen können Vorbild für ihre deutschen Kolleginnen sein. Trotz Rückschläge wie ein- oder mehrmaliges Sitzenbleiben in der Schule und trotz Ausgrenzungserfahrungen verfolgten sie ihren Bildungsweg beharrlich. Die jungen Frauen aus den untersuchten Gruppen könnten mit ihrer Motivation und ihrem Durchsetzungsvermögen sogar als Hoffnungsträgerinnen für den deutschen Bildungs- und Arbeitsmarkt gesehen werden, folgert die Studie.

Das sagt (fragt)  die eLeW:

Mehr als der Inhalt verwundert der Zeitpunkt der Veröffentlichung. Ohne die aktuelle Integrationsdebatte hätten wir wohl nie davon erfahren, aber so kommt die Meldung: "Ich weiß auch noch was!"

Nutzt das Wissen aber? Regierung und Opposition verkürzen ihre Absichten auf die Einführung von Sprachkursen, denn mangelnde Deutschkenntnisse seien Schuld an der mangelnden Integration. Und wenn das abgehakt ist, wird noch einmal verkürzt, auf "Wer soll das bezahlen". Und danach legen sich alle schlafen, denn dass es am Geld allerorten fehlt, kann ja nicht Aufforderung zum Handeln sein. Na denn.

Was also tut Not?
Für Migrantentöchter und -Söhne, aber auch für die restlichen zwei Drittel des Nachwuchses innerhalb Deutschlands gilt, dass alle gerne Bildung und Karriere ermöglicht bekommen. Die Null-Bock-Generation ist diejenige, die darauf die Hoffnung aufgegeben hat. Die Migrantentöchter sind Vorbild in ihrem Streben, weil sie die Chancenlosigkeit in Deutschland nicht so ganz  mitbekommen und noch durchhalten.
Not tut, unserem Nachwuchs Chancen zu eröffnen.
Der Staat braucht keine Sprachkurse zu finanzieren. Wenn Schwäbeln Chancen eröffnet, dann schwäbeln alle freudig mit und würden noch dafür zahlen.
Richtig wäre, sich auf die Seite des Volkes zu schlagen und dem Volk mittels Vollbeschäftigung Chancen für Karrieren zu eröffnen. Dann lohnt sich Bildung, dann breitet sich Bildung aus (und Demokratie). Stattdessen werden wir in die Sklaverei geführt. Na denn.

Und hier  hatten wir das Thema Integration:
26.5.04
Kompromiss zur Zuwanderung ist ein Anfang

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